Wie du dich auf deine erste Studio-Session vorbereitest

Die erste Session ist für die meisten aufregender als gedacht. Das Problem ist selten das Können — es ist die Vorbereitung. Studiozeit läuft, egal ob du singst oder überlegst.

Eine Woche vorher

Den Text sitzen haben. Nicht ungefähr, sondern auswendig. Wer beim Aufnehmen ablesen muss, klingt anders — der Kopf hängt, die Atmung stimmt nicht, die Betonung rutscht.

Die Tonart prüfen. Sing den Song einmal komplett durch, am besten morgens. Wenn die höchsten Stellen kratzen, ist die Tonart falsch. Das lässt sich vorher ändern, im Studio nicht mehr ohne Aufwand.

Referenzen sammeln. Zwei bis drei Songs, die klanglich in die Richtung gehen. Das ist die wichtigste Vorbereitung überhaupt: Sie ersetzt eine halbe Stunde Diskussion darüber, was „druckvoll“ bedeutet.

Den Beat schicken. Als WAV, nicht als YouTube-Link. Dann ist die Session eingerichtet, wenn du kommst.

Am Tag davor

  • Schlafen. Die Stimme merkt das mehr als alles andere.
  • Wenig Milchprodukte, viel Wasser.
  • Nicht schreien: kein Konzert, keine lange Autofahrt mit Mitsingen, kein Club.

Was du mitbringst

  • Text ausgedruckt oder auf dem Handy — als Absicherung, nicht zum Ablesen
  • Wasser ohne Kohlensäure
  • Kopfhörer, wenn du an bestimmte gewöhnt bist
  • Deine Referenzen, falls noch nicht geschickt
  • Höchstens ein oder zwei Begleitpersonen

Nicht mitbringen musst du: Mikrofon, Interface, Kabel, Software. Das steht alles da.

Die drei Fehler, die am meisten Zeit kosten

1 · Unfertige Songs. „Den Refrain machen wir dann im Studio“ ist der teuerste Satz überhaupt. Schreiben kostet Stunden, und die laufen mit.

2 · Zu viele Meinungen. Wenn fünf Leute mitreden, dauert jede Entscheidung fünfmal so lang. Nimm die Person mit, deren Urteil dir wirklich etwas bedeutet — und lass es dabei.

3 · Perfektionismus am falschen Ort. Take 14 ist selten besser als Take 4. Der Engineer merkt, wann es sitzt. Vertrau darauf und geh weiter — nachbessern lässt sich später gezielt, aber nur, wenn der Song durch ist.

Was im Studio passiert

Du kommst an, wir richten den Kopfhörermix nach deinem Geschmack ein — das dauert zehn Minuten und ist die wichtigste Viertelstunde des Tages. Wer sich gut hört, singt besser.

Dann wird aufgenommen, Abschnitt für Abschnitt. Der Engineer sagt an, hört mit und markiert die guten Stellen. Zwischendurch hörst du zurück. Am Ende der Session gibt es eine grobe Mischung zum Mitnehmen — nicht fertig, aber genug, um das Ergebnis einzuschätzen.

Wie lange du buchen solltest

Für den ersten Song: drei Stunden. Das klingt großzügig und ist realistisch. Wer schneller fertig ist, nutzt den Rest für Adlibs oder einen zweiten Song. Wer zu knapp bucht, hört mitten im Take auf die Uhr — und das hört man später.

Bereit? Den Termin wählst du direkt auf der Startseite — Datum, Uhrzeit, Dauer, fertig.

Tonstudio B12
Recording, Mixing und Mastering in Fürth bei Nürnberg. Fragen zum Beitrag? Schreib uns.

Weiterlesen

Recording-WissenMixing oder Mastering — was ist eigentlich der Unterschied?Lesen ›MusikbusinessWas kostet es wirklich, einen Song zu veröffentlichen?Lesen ›

Vom Lesen zum Aufnehmen.

Termin direkt online wählen — Datum, Uhrzeit, Dauer.

Session buchenAlle Beiträge

Studio-Termin anfragen.